Ursachen einer DAO-bedingten Histapenie/Histaminintoleranz

Vor allem amerikanische Ärzte und Forschungsarbeiten betonen immer wieder, dass es auch das Phänomen gibt, dass aufgrund verschiedener Ursachen die Diaminoxidase (DAO) im Darm hyperaktiv ist und so statt zu wenig Histamin zu viel abgebaut wird, wobei es als Folge zu einer starken Ver­min­derung des Histaminspiegels im Blut (sog. „Histapenie“) kommt. Diese DAO-bedingte Histapenie kann anscheinend ebenfalls zu den typischen pseudoaller­gischen Symptomen einer Histaminin­tole­ranz führen, da bei jeder „Histaminzufuhr“ (z. B. durch Nahrung o. Medikamente) der eigentlich zu niedrige His­taminspiegel zu schnell in die Höhe schießt. 

 

Mögliche Ursachen einer DAO-Überproduktion:

 

  • Eventuell Kupfer-Überschuss
    • Da Kupfer ein wichtiger Kofaktor für die DAO-Aktivität ist, kann ein Überschuss des Mikronährstoffs Kupfer unter Umständen die DAO-Aktivität fördern. 
      "Copper-containing enzymes, histaminase (DAO) and ceruloplasmin, regulate histamine. Elevated copper increases the levels of these enzymes, promoting histamine breakdown. The low histamine levels, allow copper to continue to rise." (Quelle)  
    • Mögliche Ursachen für einen Kupferüberschuss können sein:
      • Kryptopyrrolurie (HPU/KPU)
        Eine Histaminintoleranz die mit einer Histapenie (niedriger Histaminspie­gel im Blut) vergesellschaftet ist, findet man häufig bei Kryptopyrrolurie-Patien­ten (KPU/HPU). Ein Grund hierfür könnte sein, dass bei Bestehen einer HPU/­ KPU meistens ein chronischer Mangel an Zink vorliegt, da Zink hier in zu hohem Maße ausgeschieden wird. Zink fungiert im Körper jedoch als Kupfer-Antagonist. Das heißt, mit sinkendem Zink­spiegel steigt gleichzeitig der Kupferspiegel und es entsteht unter Umständen ein sog. Kupferüberschuss. 
      • Kupferspirale
        Auch das Tragen einer Kupferspirale kann bei langjähriger Tragedauer unter Umständen zu einem Anstieg des Kupferspiegels führen.


  • Eventuell Progesterondominanz
    • Besonders die amerikanische Forschung weist immer wieder darauf hin, dass im Körper eine nicht unerhebliche Wechselbeziehung zwischen Histamin und den Ge­schlechtshormonen Östrogen & Progesteron besteht. So geht man heute davon aus,  dass Progesteron einen unterstützenden Einfluss auf die DAO-Produktion hat (Östro­gen hingegen scheint die DAO-Produktion zu hemmen).  Kommt es im Körper auf­grund von Hormonveränderungen (z. B. durch Stress, Einnahme von stark progeste­ron­haltigen Pillen, Wechsel­jahre, Schwangerschaft, gynokologische u./o.  endokrino­logische Erkrankungen, etc.) zu einer Verschiebung des physiologischen Hormon­gleich­gewichts in Richtung Progesteron (Progesterondominanz) kann dies somit auch eine Überproduktion der DAO nach sich ziehen. Die Folge ist dann ein vermehr­ter Histaminabbau im Körper bzw. eine Histapenie/Histaminintoleranz. Bei Betroffe­nen (bes. Frauen) mit einer DAO-bedingten Histapenie/His­tam­inintoleranz kann also unter Umständen auch eine Progesteron­­dominanz die Ursache sein. Beim Auftreten von Symptomen einer Progeste­ron­dominanz (z. B. ständiges sich warm/über­­hitzt Fühlen o. Schwitzen) in Ver­bindung mit einer Histapenie/Histamin­in­­toleranz sollte der Hormonspiegel genauer unter­sucht werden (vgl. „Diagnose“). 

 

 

Joomla Template: from JoomlaShack