Mögliche Therapie einer DAO-bedingten Histadelie/Histaminintoleranz

Natürlich sollte bei hohen Histaminspiegeln generell als aller Erstes immer eine histaminarme Diät (vgl. "Auslöser") begonnen und unbedingt bis zu einer Verbesserung der Symptome eingehalten werden!! Zusätzlich sollte überprüft werden, ob eventuell Medikamente eingenommen werden, welche dafür bekannt sind, die Synthese/Aktivität der DAO zu hemmen (vgl. "DAO-Hemmer" unter "Auslöser"). Ist dies der Fall und handelt es sich um verschreibungspflichtige Medikamente, sollten diese Medikamente allerdings auf keinen Fall einfach in Eigenregie abgesetzt werden, sondern mögliche Alternativen mit dem behandelnden Arzt besprochen werden!

Neben einer histaminarmen Ernährung sollten bei einer DAO-bedingten Histadelie/Histaminintoleranz aus Sicht der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) besonders Nahrungsmittel bevorzugt werden, die der Stärkung des YANG (des Männlichen, des Progesterons) dienen. Solche Nahrungsmittel sind nach TCM-Kriterien vor allem „wärmend/warm“ & „neutral“.  Vorsicht ist allerdings bei Yang-Tees geboten (heißes Yang kann den Körper bei HI überfordern, vor allem zu Therapiebeginn!)

  

Primäre Supplementierungsempfehlungen:

  • Zink 
  • Aktives Vitamin B6 (P-5-P)  

  • Magnesium
  • Probiotika 

 

Hinweis: Die im Folgenden angebenen Dosierungsmengen (spez. die einzelnen Startdosierungen sowie die End-/Erhaltungsdosierungen) sind nur allgemein empfohlene Richtwerte. Generell gilt, jeder Mensch ist anders (individuell). Deshalb ist auch die Funktion der DAO bei Betroffenen mit einer DAO-bedingten Histadelie/Histaminintoleranz unterschiedlich schwach oder stark vermindert. Wichtig ist, dass man vor Beginn einer Einnahme der nachfolgend empfohlenen Supplemente die entsprechenden (v.a. primären) Laboruntersuchungen durchführen lässt! Bestätigen die Ergebnisse dieser Laboruntersuchungen den Verdacht einer DAO-bedingten Histadelie/Histaminintoleranz sollte man während der Supplementierung außerdem genau auf eine Veränderung der alten Symptome sowie auf möglicherweise neu entstehende Symptome achten und die Dosierung entsprechend anpassen sowie idealerweise die empfohlenen Laboruntersuchungen in gewissen Zeitabständen wiederholen.  
     

1.  ZINK 

  • Hat sich durch die Ergebnisse der empfohlenen „Primären La­boruntersuchungen“ (↓DAO im Serum, ↑Basophile im Serum, ↑Histamin im Vollblut o. geforenem Plasma) der Verdacht auf eine DAO-bedingte Histadelie/Histaminintole­ranz und somit auch den verminderten Abbau von exogenem & endogenem extrazellulären Histamin bestätigt, kann die Synthese/Aktivität der DAO durch die Gabe des DAO-Kofaktors
    Zink unterstützt werden. Wenn möglich sollte vorher jedoch optimaler Weise der Zink-Spiegel im Vollblutt! bestimmt werden (vgl. „Sekundäre Laboruntersuchungen“).

 

  • Präparatempfehlung 1: Zinkonat 
    • Hersteller: Zeinpharma

    • Wirkstoff pro Kapsel: 10 mg Zinkgluconat

    • Zusatzstoffe: Mikrokristalline Cellulose (Füllstoff), Pflanzliche Magensiumsalze von Speisefettäuren (Trennmittel) 

    • Startdosierung: ca. 1 Kapsel (10 mg Zinkgluconat) tgl.

      • Bei guter Verträglichkeit nach ein paar Tagen auf 2 Kapseln (20 mg Zinkgluconat) tgl. steigern (am besten morgens u. mittags einnehmen)

    • End-/Erhaltungsdosierung: 2 Kapseln (20 mg Zinkgluconat) tgl.

    • Bei gleichzeitiger Eisen- oder Calcium-Einnahme das Zink zeitversetzt einnehmen.

  • Präparatempfehlung 1: Vita World Zink  
    • Hersteller: Vita World

    • Wirkstoff pro Kapsel: 15 mg Zinkgluconat

    • Zusatzstoffe: Mikrokristalline Cellulose (Füllstoff), Gelatine (Kapselhülle), Magensiumsalze von Speisefettsäuren (Trennmittel), Titandioxid (Farbstoff)  

    • Startdosierung: ca. 1 Kapsel (15 mg Zinkgluconat) tgl.

      • Bei guter Verträglichkeit nach ein paar Tagen auf 2 Kapseln (30 mg Zinkgluconat) tgl. steigern (am besten morgens u. mittags einnehmen)

    • End-/Erhaltungsdosierung: 2 Kapseln (30 mg Zinkgluconat) tgl.

    • Bei gleichzeitiger Eisen- oder Calcium-Einnahme das Zink zeitversetzt einnehmen.

  

2.  AKTIVES VITAMIN B6 (P-5-P)" 

  • Hat sich durch die Ergebnisse der empfohlenen „Primären La­boruntersuchungen“ (↑Histamin im Serum; ↑Basophile im Serum; ↓DAO im Serum) der Verdacht auf eine  DAO-bedingte Histadelie/Histaminintole­ranz und somit einen verminderten Abbau von extrazellulärem Histamin durch die DAO be­stätigt, kann die Synthese/Aktivität der kupferabhängigen DAO durch die Gabe des Kofaktors "Aktives B6" (P-5-P) unterstützt werden. Jedoch sollte vorher optimaler Weise der Cystathionin-Spiegel im Urin bestimmt werden (vgl. „Sekundäre Laboruntersuchungen“).

  • Präparatempfehlung 1:Vitamin B6 Aktiv

    • Hersteller: Heidelberger Chlorella 

    • Wirkstoff pro Tablette: 15 mg Pyridoxal-5-Phosphat (P-5-P)

    • Zusatzstoffe: Cellulose (Füllstoff), Hydroxypropylmethylcellulose (Kapselhülle, vegan) 

    • Startdosierung: 1 Kapsel (15 mg P-5-P) tgl.

    • End-/Erhaltungsdosierung: 1 - 2 Kaspeln (15 - 30 mg P-5-P) tgl. 

      • Bei guter Verträglichkeit u./o. nachgewiesenem B6-Mangel im Vollblut Steigerung auf 2 Kapseln (30 mg P-5-P) tgl.  (1 Kapsel morgens & 1 Kapsel mittags)

      • Bei längerer Zink-Einnahme zusätzlich Kupferspiegel im Vollblut überprüfen lassen, da Zink ein Kupfer-Anatgonist ist.

      • Bei gleichzeitiger Kupfer- u./o. Seleneinnahme das Zink zeitversetzt einnehmen!

  • Präparatempfehlung 2:Vitamin B6 Aktiv

    • Hersteller: Pure Encapsulations (Online-Apotheken o. Amazon)

    • Wirkstoff pro Kapsel: 25 mg Pyridoxal-5-Phosphat (P-5-P)

    • Zusatzstoffe: Mirkokristalline Cellulose (Füllstoff), Hydroxypropylmethylcellulose (Kapselhülle, vegan), Ascorbylpalimtat (Antioxidationsmittel)

    • Startdosierung: 1 Kapsel (25 mg P-5-P) tgl.

    • End-/Erhaltungsdosierung: 1 Kaspel (25 mg P-5-P) tgl.  - 2 Kapsel P-5-P (50 mg) ist recht hochdosiert!  


 

3. MAGNESIUM

 

  • Bei einer DAO-bedingten Histadlie/Histaminintoleranz sollte generell auch auf eine ausreichende Magne­sium­zu­fuhr geachtet werden. Die Aufnahme großer Calcium-Mengen bzw. die Supplemenierung von Calcium sollte hingegen vermieden werden!

  • Präparatempfehlung 1: Magnesium 400 Supra

    • Hersteller: Kräuterhandel Sankt Anton (Amazon) 

    • Wirkstoff pro Kapsel: 400 mg Magnesiumoxid

    • Zusatzstoffe: Gelatine, Reisextrakt

    • Startdosierung:  1 Kapsel (400 mg Magnesium)

    • End-/Erhaltungsdosierung: 1 - 2 Kapseln (800 mg Magnesium)

  • Präparatempfehlung 2: Magnesium Tabletten 400

    • Hersteller: Abtei (DM Markt)

    • Wirkstoff pro Tablette: 400 mg Magnesiumoxid

    • Zusatzstoffe: Cellulose (Füllstoff), Magnesiumstearat (Trennmittel), Siliciumdioxid, Talkum (Überzugsmittel), Titandioxid (Farbstoff)

    • Startdosierung:  1 Tablette (400 mg Magnesium)

      • Am besten ½ Tablette (200 mg Magnesium) morgens & ½ Tablette (200 mg Magnesium) abends

    • End-/Erhaltungsdosierung: 1,5 Tabletten (600 mg Magnesium)

      • Am besten ½ Tablette (200 mg Magnesium) morgens, ½ Tablette (200 mg Magnesium) mittags und ½ Tablette (200 mg Magnesium) abends

  • Präparatempfehlung 3: Magnesium Phosphoricum Tabletten D6 (Schüsslersalz)

    Zur Unterstützung der Aufnahme des supplementierten Magnesiums in die Zellen (auch als Salbe erhältlich)!

    • Hersteller: DHU (Online-Apo)

    • Wirkstoff pro Tablette: Magnesium phosphoricum D6

    • Startdosierung:  3 Tabletten tgl.

      • 1 Tablette morgens, 1 Tablette & 1 Tablette abends im Mund zergehen lassen
    • End-/Erhaltungsdosierung: 6 Tabletten tgl.

      • 2 Tabletten morgens, 2 Tabletten mittags & 2 Tabletten abends im Mund zergehen lassen

    • Hinweis: Magnesium phosophoricum ist auch als homöopathische Salbe (DHU) erhältlich. Damit kann man bei Muskelschmerzen, Muskelkrämpfen u./o. Muskelverspannungen die betroffenen Stellen einreiben.  

 

  

4.  PROBIOTIKA (zum Aufbau u./o. Erhalt einer gesunden Darmflora) 

  • Durch die Einnahme von Probiotika kann die natürliche Aufnahme (Resorption) der DAO-Kofaktoren unterstützt werden. Denn damit der Dünndarm das resorbiert, was resorbiert werden soll, und der Dickdarm abbaut, was abgebaut werden soll, bedarf es einer gesunden Darmflora (d.h. einem Gleichgewicht bestimmter im Dünn- und Dickdarm vorkommender physiologischer Bakterienstämme). Deshalb sollte man bei einer DAO-bedingten Histadelie/Histaminintoleranz auch auf den Erhalt einer gesunden Darmflora achten. Allerdings gibt es bestimmte eigentlich „gute“ Darmflorabakterienstämme, die in der Lage sind, selbst Histamin u./o. Tyramin zu produzieren. Weshalb man bei einer Histaminintoleranz, die mit einer Histadelie (hoher Histaminspiegel im Blut) einhergeht, eine Einnahme dieser Bakterienstämme vermeiden sollte (vgl. hier). Es sei denn, ein entsprechender Mangel wurde im Rahmen einer Darmfloaranalyse direkt nachgewiesen (vgl. „Sekundäre Laboruntersuchungen“). Physiologische Dünndarm­bakterienstämme, die kein Histamin (o. Tyramin) produzieren, sind: Lactobacillus gasseri, Lactobacillus rhamnosus, Lactobacillus salivarius, Lactobacillus sporogenes und Lactobacillus plantarum. Physiologische Dickdarmbakterienstämme, die kein Histamin (o. Tyramin) produzieren, sind: Bifidobakterien (alle Stämme, z. B. Bifidobacillus longum, Bifidobacillus bifidum, Bifidobacillus breve, Bifidobacillus lactis).

    Beispiele von anhand internationaler Studien untersuchter Bakterienstämme:

    • Lactobacillus rhamnosus GG:

      • Mastzellstabilisator
        (Vgl.: Oksaharju A, Kankainen M, Kekkonen RA, Lindstedt KA, Kovanen PT, Korpela R, Miettinen M., Probiotic Lactobacillus rhamnosusdownregulates FCER1 and HRH4 expression in human mast cells. World J Gastroenterol. 2011 Feb 14;17(6):750-9.) 

      • Verminderung allergischer Rhinitis
        (Vgl.: Kawase, M., et al., Effect of fermented milk prepared with two probiotic strains on Japanese cedar pollinosis in a double-blind placebo-controlled clinical study. Int J Food Microbiol, 2009. 128: p. 429-434.)

      • Verminderung von oxidativem Stress
        (Vgl.: Forsyth, Christopher B., et al. "LactobacillusGG treatment ameliorates alcohol-induced intestinal oxidative stress, gut leakiness, and liver injury in a rat model of alcoholic steatohepatitis." Alcohol 43.2 (2009): 163-172. 15. / Lin, P. W., Myers, L. E., Ray, L., Song, S. C., Nasr, T. R., Berardinelli, A. J.,&Neish, A. S. (2009). Lactobacillus rhamnosusblocks inflammatory signalling in vivo via reactive oxygen species generation. Free Radical Biology and Medicine, 47(8), 1205-1211. 16. / Wang, Y., Liu, Y., Sidhu, A., Ma, Z., McClain, C., &Feng, W. (2012). Lactobacillus rhamnosus GG culture supernatant ameliorates acute alcohol-induced intestinal permeability and liver injury. American Journal of Physiology-Gastrointestinal and Liver Physiology, 303(1), G32-G41. / Petrof, E.O.; Kojima, K.; Ropeleski, M.J.; Tao, Y.; de Simone, C.; Chang, E.B. Probiotics inhibit nuclear factor kappaB and induce heat shock proteins in colonic epithelial cells through proteasome inhibition. Gastroenterology 2004, 127, 1474–1487. /Tao, Y.; Drabik, K.A.; Waypa, T.S.; Musch, M.W.; Alverdy, J.C.; Schneewind, O.; Chang, E.B.; Petrof, E.O. Soluble factors from Lactobacillus GG activate MAPKs and induce cytoprotective heat shock proteins in intestinal epithelial cells. Am. J. Physiol. Cell Physiol. 2006, 290, C1018–C1030. / Park, H.S.; Cho, S.G.; Kim, C.K.; Hwang, H.S.; Noh, K.T.; Kim, M.S.; Huh, S.H.; Kim, M.J.; Ryoo, K.; Kim, E.K.; et al. Heat shock protein hsp72 is a negative regulator of apoptosis signal-regulating kinase 1. Mol. Cell Biol. 2002, 22, 7721)

      • Positive Auswirkungen auf Metabolisches Syndrom
        (Vgl.: Marina Sanchez, Christian Darimont, Vicky Drapeau, ShahramEmady-Azar, Melissa Lepage, EneaRezzonico, Catherine Ngom-Bru, Bernard Berger, Lionel Philippe, Corinne Ammon-Zuffrey, Patricia Leone, Genevieve Chevrier, Emmanuelle St-Amand, André Marette, Jean Doré and Angelo Tremblay, Effect of Lactobacillus rhamnosus CGMCC1.3724 supplementation on weight loss and maintenance in obese men and women, British Journal of Nutrition / Volume 111 / Issue 08 / April 2014, pp 1507-1519. / Kekkonen, R. A., Sysi-Aho, M., Seppänen-Laakso, T., Julkunen, I., Vapaatalo, H., Orešič, M., &Korpela, R. (2008). Effect of probiotic Lactobacillus rhamnosus GG intervention on global serum lipidomic profiles in healthy adults. World journal of gastroenterology: WJG, 14(20), 3188.)

      • Therapeutische Wirksamkeit bei Colitis Ulcerosa 
        (Vgl.: Zocco, M.A., et al., Efficacy of Lactobacillus GG in maintaining remission of ulcerative colitis. Aliment PharmacolTher, 2006. 23: p. 1567-1574. / Gosselink, M.P., et al., Delay of the first onset of pouchitis by oral intake of the probiotic strain Lactobacillus rhamnosus GG. Diseases of the Colon & Rectum, 2005. 47: p.876-884. / Dieleman, L.A.; Goerres, M.S.; Arends, A.; Sprengers, D.; Torrice, C.; Hoentjen, F.; Grenther, W.B.; Sartor, R.B. Lactobacillus GG prevents recurrence of colitis in HLA-B27 transgenic rats after antibiotic treatment. Gut 2003, 52, 370–376. / Oksaharju A, Kankainen M, Kekkonen RA, Lindstedt KA, Kovanen PT, Korpela R, Miettinen M., Probiotic Lactobacillus rhamnosusdownregulates FCER1 and HRH4 expression in human mast cells. World J Gastroenterol. 2011 Feb 14;17(6):750-9.)

 

    • Bifidobacterium longum BB536:

      • Antihistamine Wirkung (H1 Rezeptor)
        (Vgl.: Dev, S.; Mizuguchi, H.; Das, A.K.; Matsushita, C.; Maeyama, K.; Umehara, H.; Ohtoshi, T.; Kojima, J.; Nishida, K.; Takahashi, K.; et al. Suppression of histamine signaling by probiotic Lac-B: A possible mechanism of its anti-allergic effect. J. Pharmacol. Sci. 2008, 107, 159–166.) 

      • Mastzellstabilisator
        (Vgl.: Dev S, Mizuguchi H, Das AK, Matsushita C, Maeyama K, Umehara H, Ohtoshi T, Kojima J, Nishida K, Takahashi K, Fukui H, Suppression of histamine signaling by probiotic Lac-B: a possible mechanism of its anti-allergic effect. J Pharmacol Sci. 2008 Jun;107(2):159-66. Epub 2008 Jun 5. / Takahashi, N.; Kitazawa, H.; Iwabuchi, N.; Xiao, J.Z.; Miyaji, K.; Iwatsuki, K.; Saito, T. Immunostimulatoryoligodeoxynucleotide from Bifidobacteriumlongum suppresses Th2 immune responses in a murine model. Clin. Exp. Immunol. 2006, 145, 130–138.)

      • Therapeutische Wirksamkeit bei Colitis Ulcerosa 
        (Vgl.: Furrie, E.; Macfarlane, S.; Kennedy, A.; Cummings, J.H.; Walsh, S.V.; O’Neil, D.A.; Macfarlane, G.T. Synbiotic therapy (Bifidobacteriumlongum/Synergy1) initiates resolution of inflammation in patients with active ulcerative colitis: A randomised controlled pilot trial. Gut 2005, 54, 242–249. / Roselli, M.; Finamore, A.; Nuccitelli, S.; Carnevali, P.; Brigidi, P.; Vitali, B.; Nobili, F.; Rami, R.; Garaguso, I.; Mengheri, E. Prevention of TNBS-induced colitis by different Lactobacillus and Bifidobacterium strains is associated with as expansion of γδT and regulatory T cells of intestinal intraepithelial lymphocytes. Inflamm. Bowel Dis. 2009, 15, 1526–1536. / Takahashi, N.; Kitazawa, H.; Iwabuchi, N.; Xiao, J.Z.; Miyaji, K.; Iwatsuki, K.; Saito, T. Immunostimulatoryoligodeoxynucleotide from Bifidobacteriumlongum suppresses Th2 immune responses in a murine model. Clin. Exp. Immunol. 2006, 145, 130–138.)

    • Bifidobacterium infantis 35624 (Bifidobacterium lactis infantis):

      • Antihistamine Wirkung (H1 Rezeptor)
        (Vgl.: Dev, S.; Mizuguchi, H.; Das, A.K.; Matsushita, C.; Maeyama, K.; Umehara, H.; Ohtoshi, T.; Kojima, J.; Nishida, K.; Takahashi, K.; et al. Suppression of histamine signaling by probiotic Lac-B: A possible mechanism of its anti-allergic effect. J. Pharmacol. Sci. 2008, 107, 159–166.) 

      • Therapeutische Wirksamkeit bei Reizdarm-Syndrom (IBS)
        (Vgl.: Whorwell, P.J., et al., Efficacy of an Encapsulated Probiotic Bifidobacteriuminfantis 35624 in Women with Irritable Bowel Syndrome. Am J Gastroenterol, 2006. 101(7): p.1581-1590. / O’Mahony, L., et al., Lactobacillus and bifidobacterium in irritable bowel syndrome: Symptom responses and relationship to cytokine profiles. Gastroenterology, 2005. 128(3): p. 541-551. / Dev, S.; Mizuguchi, H.; Das, A.K.; Matsushita, C.; Maeyama, K.; Umehara, H.; Ohtoshi, T.; Kojima, J.; Nishida, K.; Takahashi, K.; et al. Suppression of histamine signalling by probiotic Lac-B: A possible mechanism of its anti-allergic effect. J. Pharmacol. Sci. 2008, 107, 159–166.)

 

  • Präparatempfehlung 1Probio Histamed

    Kombipräparat aus 4 Dickdarmbakterienstämmen und 2 Dünndarmbakterienstamm, die kein Histamin o. Tyramin produzieren. 

    • Hersteller: Lactopia (www.lactopia.de)

    • Wirkstoff pro Pulver-Löffel:

      • Für Dünndarm:

        • Lactobacillus grasseri  – Kein Histamin- o. Tyraminproduzent 

        • Lactobacillus rhamnosus  – Kein Histamin- o. Tyraminproduzent
      • Für Dickdarm: 

        • Bifidobacterium breve – Kein Histamin- o. Tyraminproduzent

        • Bifidobacterium lactis
        • Bifidobacterium infantis - Kein Histamin- o. Tyraminproduzent

        • Bifidobacterium longum - Kein Histamin- o. Tyraminproduzent
    • Zusatzstoffe: Frei von Gluten, Laktose, Fruktose, künstlichen Aromen und Konservierungsstoffen 

      • Dosierung: 1 - 3 Messlöffel tgl. (in kalter Flüssigkeit ohne Kohlensäure eingerührt trinken)

 

  • Präparatempfehlung 2KIJIMEA IMMUN Pulver

  • Kombipräparat aus 1 Dickdarmbakterienstamm und 2 Dünndarmbakterienstämmen, die kein Histamin o. Tyramin produzieren. Das Präparat enthält außerdem das Präbiotikum FOS (Fructo-Oligo-Saccharide), das den Bakterienstämmen als Nahrung dient und damit zu ihrer besseren Ansiedlung im Darm beiträgt! Betroffene mit gleichzeitiger Fruktoseintoleranz sollten mit der kleinsten Packungsgröße (7 Sticks) beginnen, um die Verträglichkeit des FOS-haltigen Präparates zu testen.

    • Hersteller: Dr. Fischer Gesundheitsprodukte GmbH (www.kijimea.de - Online-Apo)

    • Wirkstoff pro Pulver-Stick:

      • Für Dünndarm:

        • Lactobacillus plantarum (10 x 10KBE) – Kein Histamin- o. Tyraminproduzent; bildet primär L-Lactat und nur sekundär in geringen Mengen D-Lactat; wird auch in der Therapie des Leaky-Gut-Syndroms eingesetzt. 

        • Lactobacillus rhamnosus (10 x 10KBE) – Kein Histamin- o. Tyraminproduzent; bildet ausschließlich L-Lactat; wird auch unterstützend in der Therapie von Nahrungsmittelallergien, Psoriasis/Exzemen u. allergischem Asthma eingesetzt.
      • Für Dickdarm: 

        • Bifidobacterium lactis (10 x 10KBE) – Kein Histamin- o. Tyraminproduzent; wird auch unterstüzend in der Therapie von Nahrungsmittelallergien u. Psoriasis/Exzemen eingesetzt.

      • Für Bakterienwachstum:

        • Präbiotikum FOS - Fructo-Oligo-Saccharide (3 g)  

    • Zusatzstoffe: laktosefrei, glutenfrei 

      • Dosierung: 1 Stick tgl. (in kalter Flüssigkeit ohne Kohlensäure eingerührt trinken)

  

  • Präparatempfehlung 3DARMplus- PROBIOTIK KOMPLEX Kapseln

    Kombipräparat bei Unverträglichkeit des Präbiotikums FOS (siehe "Präparatempfehlung 1"), das 4 Dickdarmbakterienstämme und 2 Dünndarmbakterienstämme enthält, wobei von den enthaltenen Dünndarmbakterienstämmen nur der Lactobacillus rhamnosus kein Histamin/Tyramin produziert. Der zweite enthaltene Dünndarmbakterienstamm Lactobacillus acidophilus produziert hingegen Tyramin.   
    • Hersteller: McVital (www.mcvital.net)

    • Wirkstoff pro Kapsel:

      • Für Dünndarm:

        • Lactobacillus acidophilus (200 Mrd. / g) – Kein Histaminproduzent aber Tyraminproduzent; bildet ansäurende, eventuell neurotoxischer D-Milchsäure (D-Laktat)!

        • Lactobacillus rhamnosus (200 Mrd. / g) – Kein Histamin- o. Tyraminproduzent; bildet ausschließlich -L-Lactat; wird auch unterstützend in der Therapie von Nahrungsmittelallergien, Psoriasis/Exzemen u. allergischem Asthma eingesetzt.
      • Für Dickdarm: 

        • Bifidobacterium lactis (100 Mrd. / g) – Kein Histamin- o. Tyraminproduzent; wird auch unterstüzend in der Therapie von Nahrungsmittelallergien u. Psoriasis eingesetzt.

        • Bifidobacterium breve (300 Mrd. / g) – Kein Histamin- o. Tyraminproduzent!

        • Bifidobacterium longum (100 Mrd. /g) – Kein Histamin- o. Tyraminproduzent!

        • Bifidobacterium bifidum (100 Mrd. / g) – Kein Histamin- o. Tyraminproduzent!

    • Zusatzstoffe: Vitamin C (24 mg), Silicumdioxid (8 mg), Maltodextrin, Maisstärke (Füllstoff), Gelatine  (Kapselhülle),  Magnesiumsalze von Speisefettsäure (Trennmittel)

    • Dosierung: 2 Kapseln tgl. (nach dem Essen)

 

  • Präparatempfehlung 4OMNIFLORA N Kapseln

    Kombipräparat aus einem Dickdarmbakterienstamm und einem geeigneten Dünndarmbakterienstamm. 
    Achtung: Nicht geeignet bei gleichzeitiger Laktoseintoleranz!

    • Hersteller: Novartis (Online-Apo)

    • Wirkstoff pro Kapsel:

      • Für Dünndarm: 25 mg Lypholyisat aus Lactobacillus grasseri (8 x 10KBE) – Kein Histamin- o. Tyraminproduzent!

      • Für Dickdarm: 25 mg Lypholisat aus Bifidobacterium longum (8 x 10KBE) – Kein Histamin- o. Tyraminproduzent!

    • Zusatzstoffe: Gelatine, Laktose, Siliciumdioxid, Natriumdedecylsulfat 

      • Dosierung: 1-2 Kapseln tgl. (zum oder nach dem Essen)


  • Präparatempfehlung 5: LACTOBACILLUS PLANTARUM Kapseln

    Monopräparat mit einem geeigneten Dünndarmbakterienstamm.
    Auch bei gleichzeitiger Laktoseintoleranz geeignet!

    • Hersteller: Swanson (www.amazon.co.uk)

    • Wirkstoff pro Kapsel:  

      • Für Dünndarm: Lactobacillus plantarum (1 x 109 KBE) – Kein Histamin- o. Tyraminproduzent; bildet primär L-Lactat und nur sekundär in geringen Mengen D-Lactat; wird auch in der Therapie des Leaky-Gut-Syndroms eingesetzt.

      • Zusätzlich: Natrium (20 mg)
    • Zusatzstoffe: Hypromellose, Mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat, Silizium

    • Dosierung: 1-2 Kapseln tgl.  

  

  • Präparatempfehlung 6: LGG Kapseln

    Monopräparat mit einem geeigneten Dünndarmbakterienstamm.
    Nicht bei gleichzeitiger Fructoseintoleranz geeignet!

    • Hersteller: Infectopharm (www.infectopharm.de, erhältlich in Online-Apos)

    • Wirkstoff pro 2 Kapseln:  

      • Für Dünndarm: Lactobacillus rhamnosus GG (1 x 109 KBE) – Kein Histamin- o. Tyraminproduzent; bildet ausschließlich -L-Lactat; wird auch unterstützend in der Therapie von Nahrungsmittelallergien, Psoriasis/Exzemen u. allergischem Asthma eingesetzt sowie siehe Studien oben!.

    • Zusatzstoffe: Saccharose, Maltodextrin, Natriumascorbat, Füllstoff: mikrokristalline Cellulose (E 460), Trennmittel: Magnesiumsalze der Speisefettsäure (E 470b), Kapselmaterial: Gelatine, Farbstoff: Titandioxid (E 171)

    • Dosierung: 2 Kapseln tgl. 

 

 

Sekundäre Supplementierungsempfehlungen

  • Omega 6 Fettsäuren 

  • Verdauungsenzyme  – v.a. Amylase unterstützt den Histaminabbau im Magen-Darmtrakt

  • Klinoptilolith - zum Binden von überschüssigem Histamin im Darm

  • DAO-Enzymextrakt o. DAO-Tropfen – zur kurzzeitigen Unterstützung der DAO-Aktivität

  • Eventuell "Homöopathische" & "Phytotherapeutische" Unterstützung" – nur bei (nachgewiesener) gleichzeitiger Östrogendominanz

 

 1.  OMEGA-6-FETTSÄUREN

  • Kokosöl (1,8 g Omega 6 / 0 mg Omega 3)

  • Distelöl (74,6 g Omega 6 / 0 mg Omega 3)

  • Sonnenblumenöl (65,7 g Omega 6 / 0 mg Omega 3)

  • Mandelöl (17,4 g Omega 6 / 0 mg Omega 3)

  • Hasselnussöl (10,1 g Omega 6 / 0 mg Omega 3)

  • Traubenkernöl (69,6 g Omega 6 / 100 g Omega 3)  

 

3.  Verdauungsenzyme

  • Vor allem das Verdauungs-/Pankreasenzym Amylase scheint den Histaminababu zu fördern. Außerdem kann bei Verdauungsbeschweren die Einnahme von Verdauungsenzymen die Digestion von Mikronährstoffen im Verdauungstrakt sowie auch die Resorption von Mikronährstoffen aus dem Verdauungstrakt ins Blut unterstützen. 

  • Präparatempfehlung 1Intolerance Complex Kapseln

    • Hersteller: Supplementa (www.supplementa.com)

    • Wirkstoff pro Kapsel: DPPIV –Protease  (1.000 DPPU), Xylanase (15.000 XU), Proteasemischung (70.000 HUT), Amylasemischung (7.000 DU), Alpha-Galactosidase (600 GalU), ATPro Mischung (bestehend aus ATP, MagnesiumCitrat, Alpha-Liponsäure, Coenzyme Q10 = insgesamt 78mg), Glucoamylase (20 AGU), Lactase (1.500 ALU), Maltase (100 DP), Lipasemischung (400 FCCFIP), Zellulasemischung (200 CU), Invertase (75 SU), Pectinase mit Phytase (25 Endo-PGU), Hemicellulase (25 HCU)
    • Zusatzstoffe: Zellulose, Wasser (Kapsel). Enthält keine Füll- und Hilfsstoffe; Frei von: Milchbestandteilen, Hühnerei, Soja, Gluten, Casein, Nüssen, Allergene.
    • Dosierung: 1 Kapsel tgl. (vor dem Mittagessen)

 

  • Präparatempfehlung 2: Daily Essential Enzymes TM Kapseln

    • Hersteller: Source Naturals (Amazon)

    • Wirkstoff pro Kapsel: 12 mg Acid Stable Protease – 125 mg Lipase 125mg – 52 mg Alpha-Amylase –12 mg Amyloglucosidase 12mg – 5 mg Cellulase –3 mg Hemicellulase  - 5 mg Laktase (andere Bestandteile: Magnesiumstearat, Gelatine)

    • Zusatzstoffe: Gelatine (Kapsel), Calciumsulfatanhydrous, Stearinsäure, Kolloidales Siliziumdioxide, Magnesiumstearat

    • Dosierung: 1 Kapsel tgl. (vor dem Mittagessen)

  

  • Präparatempfehlung 3: Pancreatin Kapseln

    • Hersteller: Supplementa (www.supplementa.com)

    • Wirkstoff pro Kapsel: 1.400 mg Pankreatin mit Protease NLT (35.000 USP), Lipase NLT (2.800 USP), Amylase NLT (35.000 USP)

    • Zusatzstoffe: Zellulose, Stearinsäure, Magensiumstearat

    • Dosierung: 1 Kapsel tgl. (vor dem Mittagessen)

 

  • Präparatempfehlung 4Kreon 25.000 Kapseln
    • Hersteller: Solvay (Online-Apo)

    • Wirkstoff pro Kapsel: 150mg Pankreatin, hergestellt aus Pankreasgewebe vom Schwein (entspr. 10.000 Lipase-Einh. Ph.Eur., 8000 Amylase-Einh. Ph.Eur. u. 600 Protease-Einh. Ph.Eur.).

    • Dosierung: 1 Kapsel tgl. (vor dem Mittagessen)

  • Präparatempfehlung 5Pankreas D6 Tropfen
    • Hersteller: Weleda (Online-Apo)

    • Wirkstoff: Homöopathische Dilution aus Pankreas-Gewebe vom Rind (v.a. zur Unterstützung der Eiweißverdauung geeignet)

    • Dosierung: siehe Packungsbeilage

4.  Klinoptilolith 

  • Aufgrund der sehr hohen Bindekapazität von Histamin und anderen biogenen Aminen können diese mit Klinoptilolith (laut Hersteller) auf ihrem Weg durch den Verdauungstrakt gebunden und dadurch inaktiviert werden (das Gleiche gilt für Ammonium, Schwermetalle und Cäsium). 

  • Präparatempfehlung 1: Foximum Toxaprevent Pur

    • Hersteller: Foximum (Online-Apo)

    • Wirkstoff pro Kapsel: 400 mg MANC (Klinoptilolith)

    • Zusatzstoffe: Cellulose

    • Dosierung: siehe Herstellerempfehlung im Beipackzettel (3x 1-2 Kapseln vor jeder Hauptmahlzeit)

 

5.  DAO-Enzymextrakt o. homöopathische DAO-Tropfen 

  • Um die Menge an verfügbarer Diaminoxidase (DAO) kurzfristig zu steigern (z. B. bei bevorstehenden histaminreichen Mahlzeiten, die jedoch eigentlich vermieden werden sollten!) können auch ein DAO-Extrakt, der von Schweinen gewonnen wird, oder homöopathische DAO-Tropfen eingenommen werden. Allerdings ist hier zu beachten, dass sich eine Wirkung nur einstellt, wenn tatsächlich eine DAO-bedingte Histadelie/Histaminintoleranz vorliegt (bei einer HNMT-bedingten Histadelie/Histaminintoleranz ist der DAO-Ersatz nicht wirksam)! Zusätzlich sollte man auch bedenken, das die Einnahme des DAO-Enzymextraktes vom Schwein in Form von DAOSIN (siehe unten) aber auch evtl. der homöopathischen DAO-Tropfen (siehe unten) nicht die Ursache der DAO-bedingten Histadelie/Histaminintoleranz, nämlich die chronisch verringerte Synthese/Aktivität der DAO, behebt! 

  • Präparatempfehlung 1: DAOSIN Kapseln
    (Achtung: Kapseln enthalten Saccharose als Zusatzstoff - daher u. U. nicht für Betroffene mit Fruktoseintoleranz geeignet)

    • Hersteller: Sciotec Diagnostic Technologies GmbH

    • Wirkstoff pro 2 Kapseln:  Proteinextrakt vom Schwein mit 8,40 mg Diaminoxidase

    • Zusatzstoffe: Mikrokristalline Cellulose, Hydroxypropylcellulose (Kaspelhülle), Saccharose (Stabilisator), Ascorbinsäure, Reisstärke (Stabilisator), Polyvinylpolypyrrolidon (Verdickungsmittel), Talkum (Verdickungsmittel), Acetylierte Stärke u. Carboxymethylcellulose (Verdickungsmittel), titandioxid (Farbstoff), Glycerin (Feuchthaltemittel)  
    • Dosierung: Nach Bedarf 1-2 Kapseln vor einer histaminreichen Mahlzeit oder generell tgl. 1-2 Kapseln vor den Hauptmahlzeiten

  • Präpratempfehlung 2: DAO-Tropfen (Diaminoxidase D6)

    • Hersteller: Neckartor-Apotheke Tübingen (Tel. 07071-24494 / This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. )

    • Artikelnummer: 8000258

    • Preis: 20 ml (25,28 €), 50 ml (33,42 €), 100 ml (54,48 €) 

 

6.  Homöopathische & Phytotherapeutische Unterstützung bei (nachgewiesener) Östrogendominanz  

  • Oft tritt bei einer DAO-bedingten Histadelie/Histaminintoleranz u.U. gleichzeitig auch eine sog. „Östorgendominanz“ auf (vgl. "Ursachen einer DAO-bedingten Histadelie/Histaminintoleranz"). Sind die Östorgendominanzsymptome sehr stark oder ist auch nach mehreren Wochen/Monaten der DAO-Therapie keine wesentliche Besserung eingetreten oder besteht bei Frauen vor der Menopause zusätzlich eine nachgewiesene Progesteronschwäche (sog. Gelbkörperhormonschwäche) in der 2. Zyklushälfte, kann man versuchen, das Ungleichgewicht zw. Östrogen & Progesteron zusätzlich mit Hilfe homoöpathischer (progesteronfördernder) Mittel oder phytotherapeutischer (progesteronfördernder) Mittel zu unter­stützen. Allerdings sinkt dadurch nicht der Östrogenspiegel, sondern der Progesteron­spiegel steigt im Verhältnis zum Östrogenspiegel! 

  • Folgende homöopathische Einzelmittel wirken u.a. unterstützend auf die Progesteronproduktion:

    • z. B. Dioscorea villosa D6 -D12 (wärmend, wirkt progesteronartig; bei Frauen vor der Menopause nur in der 2. Zyklushälfte anwenden)

    • z. B. Pulsatilla pratensis D4 - D12 (wärmend, wirkt progesteronartig; bei Frauen vor der Menopause nur in der 2. Zyklushälfte anwenden)

    • z. B. Bryophyllum D6 - D12 (wärmend; regt die Progesteronproduktion an; bei Frauen vor der Menopause nur in der 2. Zyklushälfte anwenden)

    • z. B. Agnus castus D2 - D12 (wärmend, wirkt progesteronartig; Achtung: kann zu sexueller Unlust führen; bei Frauen vor der Menopause nur in der 2. Zyklushälfte anwenden)

    • z. B. Phyto L Tropfen (wärmend, homöopathisches Komplexmittel für die 2. Zyklushälfte bei nachgewiesener Gelbkörperhormonschwäche)

  • Folgende phytotherapeutische Einzelmittel wirken u.a. unterstützend auf Progesteronproduktion:

    • z.B. Yamswurzel bzw. Dioscorea villosa (wärmend; als Creme o. Kapseln v. a. in 2. Zyklushälfte) 

    • z. B. Mönchspfeffer bzw. Agnus castus (wärmend; Kapseln v. a. in 2. Zyklushälfte, wirkt progesteronartig; kann zu sexueller Unlust führen)

    • z. B. Frauenmantel (wärmend; z. B. als Zyklustee für die 2. Zyklushälfte mit 40g Frauenmantelkraut, 40g Scharfgarbenkraut & 40g Bennesselblättern)

    • z. B. Scharfgarbe (wärmend; z. B. als Zyklustee v. a. in der 2. Zyklushälfte mit 40g Frauenmantelkraut, 40g Scharfgarbenkraut & 40g Bennesselblättern)

    • z. B. Mariendistel (wärmend; Zielorgan: v. a. Leber; auch als homoöpathisches Einzelmittel: Carduus marianum erhältlich)

 

  • Aufgrund des verhältnismäßigen Überschusses an Östrogen (v.a. Östrodiol) sollten homöopathische und phytotherapeutische Mittel, die eine östrogenfördernde Wirkung besitzen, eher vermieden werden. 

    • z. B. Cimifiuga racemosa D6 (kühlend; regt Östrogenproduktion an)

    • z. B. Sambucus nigra (kühlend; östrogenartige Wirkung)

    • z. B. Passiflora incarnata (kühlend; östrogenartige Wirkung)

    • z. B. Sepia officinalis D6 - D12 (kühlend; östorgenartige Wirkung)

    • z. B. Arctium lappa (kühlend; östorgenartige Wikrung)

    • z. B. Sanguinaria D6 - D12

    • z. B. Ovaria comp. (kühlend; homöopathisches Komplexmittel für die 1. östrogenlastige Zyklushälfte)

    • z. B. Schüsslersalze: Nr. 1, 2

    • z. B. Granatapfel (kühlend; enthält direkt das milde Östrogen "Östriol")

    • z. B. Hopfen (kühlend; östrogenartige Wirkung)

    • z. B. Beifuß (kühlend; östorgenartige Wirkung)

    • z. B. Löwenzahn (kühlend; Zielorgan: v. a. Leber)

  • Generell vermieden werden sollte bei einer Östrogendominanz auch: 

    • Vitamin B3 (da es die Östrogen-Methylierung und somit den Östrogenabbau blockiert)

    • Sojalecithin (östrogenfördernd)

    • Hohe Dosen an Vitamin E sowie hohe Dosen an Vitamin C (beide können in hohen Dosen östrogenfördernd sein – allerdings ist nicht genau erwiesen, ob wirklich die Östradiolsynthese gefördert wird oder die Synthese anderer "guter" Östrogene)

    • Isoflavone Genistein & Daidzein, Rotklee (alle östrogenfördernd)

  

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