Eine Krankheit - Viele Gesichter: Die Symptome der Histaminintoleranz

Die Einnahme histaminreicher u./o. histaminproduzierender Nahrungsmittel, Getränke, Medikamente, Farbstoffe, Konservierungsstoffe und Säureregulatoren kann bei HI-Betroffenen zum Auftreten der folgenden pseudoallergischen Symptome führen:

  • Darmbeschwerden: Durchfall o. Verstopfung, Koliken, Blähungen
  • Magenbeschwerden: Magenschmerzen, vermehrte Magensäureproduktion
  • Kopfschmerzen und Migräne, „Histamin-Kopfschmerz“ (evt. auch Clusterkopfschmerz)
  • Atemwegsbescherden: Niesen, Fliesschnupfen, Nasenlaufen = auch als gustatorische Rhinorrhoe (Nasenlaufen beim Essen), Asthma, Asthmaanfall
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden: Schwindel, niedriger Blutdruck, schneller Puls, Herzrhythmusstörungen
  • Hautbeschwerden: Nesselfieber, Juckreiz, Hautrötung (Flush), Wärmegefühl
  • Oedeme
  • Menstruationsbeschwerden (z. B. PMS = ein Grund liegt daran, dass Histamin die Östradiolsynthese steigert / in der Schwangerschaft geht die HI meist zurück) 

Dieselbe Person muss nicht gleichzeitig von allen Beschwerden betroffen sein. Ein Grund hierfür ist, dass  unterschiedliche histaminreiche Lebensmittel (oder Histaminlibratoren) unterschiedliche Symptome hervorrufen.

Der Zeitraum zwischen dem Verzehr von histaminreichen Lebensmitteln (oder Histaminlibratoren) und dem Auftreten der Symptome kann sehr unterschiedlich sein = bereits innerhalb von 45 min oder erst nach Stunden. 

Eine gute Übersicht von möglichen HI-Symptomen bietet auch die Schweizer Interessensgemeinschaft Histaminintoleranz (SIGHI).

Bildquelle: Die verschiedenen Gesichter der Histaminintoleranz - Konsequenzen für die Praxis / Laura Maintz, Thomas Bieber, Natalija Novak (in: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 103, Heft 51–52, 25. Dezember 2006)

 

 Histamine Intolerance and Mast Cell Activiation

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