Diagnosemöglichkeiten einer Histaminintoleranz

Eliminationsdiät (Auslassdiät) 

Die Eliminationsdiät ist die Gängigste von Schulmedizinern in Deutschland praktizierte Methode zur Diagnose einer Histaminintoleranz. Bei dieser Methode wird während 4-6 Wochen auf alle Nahrungsmittel mit Histaminpotential (siehe Rubirk "HI-Auslöser") konsequent verzichtet. Tritt während dieser Zeit eine allmähliche Besserung der pseudoallergischen HI-Symptome ein, gilt der Verdacht einer Histaminintoleranz als bestätigt. 

Siehe auch: Merkblatt histaminarme Ernährung, vereinfachte Eliminationsdiät

Provokationstest

Bei dieser Diagnosemethode, die in Deutschland häufig stationär durchgeführt wird, werden die als unverträglich geltenden histaminhaltigen Lebensmittel einzeln oder eventuell auch mehrere gleichzeitig verabreicht. Vorsicht! Eigentlich nicht empfohlen bei besonders empfindlichen Personen mit akuter Symptomatik! Reagiert man auf die meisten der stärkeren Histaminlieferanten, kann das Vorliegen einer HI als gesichert angenommen werden. 

Zum aktuell empfohlenen diagnostischen Vorgehen in Deutschland siehe: "Vorgehen bei Verdacht auf Unverträglichkeit gegenüber oral aufgenommenem Histamin  - Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI), der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA) und des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (ÄDA)"

 

Empfehlenswerte labordiagnostische Untersuchungen

Wie unter „Ursachen“ detailliert beschrieben, kann (bes. nach dem aktuellen Stand der internationalen Forschung) das Auftreten pseudoallergischer Histaminintoleranz-Symptome verschiedene Ursachen haben. Die Ursache der eigenen Histaminintoleranz zu kennen, ist für eine entsprechende Behandlung äußerst wichtig. Denn zwar lassen sich trotz unterschied­licher Ursachen die Symptome der Histaminintoleranz mit Hilfe einer histaminarmen Diät (sog. "Eliminationsdiät") lindern, jedoch behebt diese Diät nicht die eigentliche Ursache des Problems, nämlich die Überreaktion/Un­ver­träg­lichkeit auf histaminreiche Nahrungsmittel u./o. bestimmte Medikamente. Und wer möchte schon sein ganzes Leben lang auf Schokolade, Erdbeeren oder Käse verzichten oder vor jeder Narkose Angst vor Unverträglichkeitsreaktionen oder gar einem anaphylaktischen Schock haben?

Um feststellen zu können, welche Ursache der eigenen Histaminintoleranz möglicherweise zugunde liegen könnte und diese möglicherweise entsprechend zu behandeln (vgl. "Therapie"), sind unterschiedliche labordiagnostische Untersuchungen empfehlenswert. Welche ursachenspezifischen Laborunter­suchungen empfehlenswert sind, ist unter den folgenden Links beschrieben:

  1. Laboruntersuchungen bei Verdacht auf DAO-bedingte Histadelie/Histaminintoleranz

  2. Laboruntersuchungen bei Verdacht auf HNMT-bedingte Histadelie/Histaminintoleranz

  3. Laboruntersuchungen bei Verdacht auf DAO-bedingte Histapenie/Histaminintoleranz (in Arbeit)

  4. Laboruntersuchungen bei Verdacht auf HNMT-bedingte Histapenie/Histaminintoleranz (in Arbeit)

  5. Laboruntersuchungen bei Verdacht auf Mastzellaktivierungssyndrom (o. Mastzytose) (in Arbeit)

 

Online Selbsttests

Medivere Allergierechner (zur Auswertung von Nahrungsmittelallergie-Symptomatiken) 

 

 

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